Frau sitzt zusammengesunken am Boden

Wenn Depressionen nicht weggehen – Ursachen und neue Wege

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen unserer Zeit – und doch bleiben viele Betroffene trotz Therapie oder Medikamenten in einem Kreislauf aus Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit und Rückfällen gefangen. Was steckt dahinter, wenn Depressionen einfach nicht weichen wollen?

Antidepressiva: hilfreich, aber nicht für jeden

Antidepressiva können – vor allem bei schweren Depressionen – eine wichtige Stütze sein. Doch sie wirken nicht bei jedem gleich gut und oft nur begrenzt. Nebenwirkungen wie Übelkeit, innere Unruhe oder Müdigkeit belasten viele Betroffene zusätzlich. Auch das Absetzen ist häufig nicht problemlos möglich. Antidepressiva sind kein Allheilmittel – und bei leichten bis mittelschweren Depressionen oft keine sinnvolle Option.

Wenn unbewusste Blockaden die Heilung verhindern

Ein Aspekt, der in der klassischen Depressionsbehandlung oft übersehen wird: unbewusste Loyalitäten. Es kommt gar nicht so selten vor, dass Menschen ihre Depression nicht loslassen können – nicht weil sie es nicht wollen, sondern weil es unbewusste Gründe gibt, die dagegen arbeiten.

Ein Beispiel: Wenn Vorfahren schwere Schicksale erlebt haben, kann es sein, dass ein Betroffener unbewusst im Leiden mit ihnen verbunden bleibt. Es „darf“ ihm innerlich gar nicht gut gehen. Oder eine Tochter, deren Mutter zeitlebens an Depressionen litt, hat unbewusst Angst, die Verbindung zur Mutter zu verlieren, wenn sie selbst ein glückliches Leben führt.

Diese Muster laufen weit unterhalb unserer bewussten Wahrnehmung ab. Und genau deshalb sind sie so hartnäckig.

PEP® – ein Weg, der tiefer ansetzt

Die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP®) nach Dr. Bohne bietet hier einen anderen Ansatz. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Linderung von Symptomen, sondern die Verbesserung der Selbstbeziehung. Denn chronische Selbstvorwürfe und ein geschwächtes Selbstwertgefühl sind oft das beste Konservierungsmittel für Depressionen.

Mit dem sogenannten Kognitions-Kongruenz-Test (KKT) lassen sich unbewusste Blockaden, die „roten Ampeln“, sichtbar machen. In einem gemeinsamen, co-kreativen Prozess entwickeln wir dann individuelle stärkende Affirmationen, die genau zu Ihrer Situation passen. Zum Beispiel:

„Wenn es mir nun richtig gut geht, bleibt gewürdigt, dass meine Vorfahren schwere Schicksale erlebt haben.“

Diese Sätze helfen, alte Loyalitäten zu würdigen und gleichzeitig innerlich loszulassen ohne die Verbindung zu geliebten Menschen zu verlieren.

Was die Wissenschaft sagt

PEP® ist nicht nur in der Praxis bewährt – die Methode wurde inzwischen auch wissenschaftlich untersucht. In einer Studie der Jahre 2024 und 2025, an der ich selbst als Behandler beteiligt war, zeigte sich eine deutlich überdurchschnittliche Wirksamkeit von PEP® bei Depressionen – im Vergleich zu etablierten Therapieverfahren. Die Teilnehmenden berichteten neben einer spürbaren Reduktion der depressiven Symptome auch über ein gestärktes Selbstwertgefühl, mehr Selbstwirksamkeit und ein größeres Gefühl von Sinnhaftigkeit im Leben.

Diese Ergebnisse bestätigen, was ich in meiner Praxis immer wieder erlebe: PEP® kann tiefgreifende und nachhaltige Veränderungen anstoßen: auf emotionaler, körperlicher und kognitiver Ebene.

Was das für Sie bedeutet

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Depression trotz bisheriger Behandlung nicht wirklich weicht, kann das ein Hinweis sein, dass tieferliegende Muster eine Rolle spielen. Gemeinsam können wir diesen Mustern auf den Grund gehen, behutsam, individuell und wissenschaftlich fundiert.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht, wenn Sie mehr erfahren möchten.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht!